home *** CD-ROM | disk | FTP | other *** search
- PROGRAMM
- WINX 2.1 [9.9.1993] -
- Patchprogramm für die GEM-Fensterverwaltung
-
- BESCHREIBUNG
- WINX erweitert das GEM der TOS Versionen bis 4.04 um einige Eigen-
- schaften, die auch unter MultiTOS zur Verfügung stehen. Aus der
- Sicht des Anwenders gehören dazu z.B. mehr Fenster, Kontroll-
- elemente an den hinteren Fenstern und eine erweiterte Benutzer-
- schnittstelle (betrifft die Bedienung der Kontrollelemente).
- Außerdem werden einige Fehler und Unzulänglichkeiten in den ver-
- schiedenen GEM Versionen behoben, wodurch die Benutzung des
- GEM wesentlich sicherer wird. Für den Entwickler ist zusätzlich
- die Möglichkeit interessant sich fehlerhafte Aufrufe der Fenster-
- funktionen anzeigen zu lassen.
-
- Theoretisch sollten alle 'sauberen' GEM-Programme mit fast allen
- Änderungen der Fensterverwaltung zurechtkommen, die Praxis sieht
- allerdings anders aus. So mußte z.B. auch das GEM-Desktop in
- einigen Punkten überarbeitet werden. Denken Sie daran, wenn eines
- ihrer Programme unter WINX fehlerhaft arbeitet, wird dies mit
- ziemlicher Sicherheit auch unter MultiTOS der Fall sein. Fordern
- Sie die Autoren auf ihre Programme anzupassen.
-
- Die erweiterte Benutzerschnittstelle integriert WINX ab TOS 2.xx
- ins GEM. Von nun an haben beide Maustasten beim Klick auf ein
- Kontrollelement des Fensterrahmens eine Funktion. Mit der rechten
- Taste kann man Aktionen auslösen, die erst beim Loslassen der
- Maustaste ausgeführt werden. Benutzt man die linke Taste, werden
- die Aktionen sofort und solange ausgeführt, wie man die Taste
- gedrückt hält. Erkennen kann man diesen Zustand daran, daß der
- Pfeil, der die Mausposition auf dem Bildschirm darstellt, seinen
- 'Schaft' verliert. Am Beispiel des Verschiebens eines Fensters
- soll dies deutlich werden. Nimmt man das Fenster am Bewegungs-
- element mit der rechten Taste auf, dann wird zunächst nur ein
- Rahmen gezeichnet, den man über den Bildschirm bewegen kann. Erst
- beim Loslassen wird das Fenster an der neuen Position dargestellt.
- Nimmt man hingegen die linke Taste, dann wird noch während des
- Bewegens die Fensterposition aktualisiert. Entsprechendes gilt
- für die Änderung der Fenstergröße, das Bewegen der Scrollbalken
- und das Benutzen von Schließ- und Maximalgröße-Element.
-
- Die Aktionen, die beim Klick mit der linken Maustaste auf die
- Scrollpfeile bzw. in die Scrollbereiche ausgelöst werden, haben
- sich nicht verändert. Sie führten ja auch bisher schon zu direkten
- Reaktionen des Anwendungsprogramms. Zusätzlich kann man durch
- einen Klick mit der rechten Maustaste auf die Scrollpfeile den
- Scrollbalken an den Anfang bzw. das Ende seines Scrollbereichs
- setzen. Klickt man in einen Scrollbereich, dann wird der Scroll-
- balken direkt auf die entsprechende Position gesetzt.
-
- Neue Kontrollelemente auf dem Fensterrahmen sind die Scrollboxen.
- Sie befinden sich am Ende jedes Scrollpfeils und ermöglichen das
- Scrollen mit Richtungswechsel und variabler Geschwindigkeit
- (falls Programme dies unterstützen). Nach dem Klicken auf eine
- Scrollbox (bzw. den zugehörigen Scrollpfeil) bestimmt die Aus-
- lenkung und die Entfernung des Mauspfeils von der Scrollbox
- die Scrollrichtung und -geschwindigkeit. Befindet sich der Maus-
- pfeil direkt über der Scrollbox wird nicht gescrollt. Solange
- die Maustaste gedrückt ist, kann man durch Verschieben der Maus
- die Scrollrichtung und -geschwindigkeit ändern.
-
- Eine weitere neue Möglichkeit hat man beim Klick auf den Fenster-
- titel. Konnte man damit bisher nur hintere Fenster nach vorne
- holen, ist es jetzt auch möglich das vorderste Fenster nach hinten
- zu stellen, falls das Programm bereits die entsprechende Meldung
- versteht.
-
- Die CONTROL-Taste dient als Modifizierer von Aktionen, die man
- durch einen Klick auf ein Kontrollelement des Fensterrahmens
- auslöst. Ist die CONTROL-Taste in dem Augenblick gedrückt in dem
- man mit der Maus klickt, dann wird die normale Bedeutung der
- Kontrollelemente ignoriert. Stattdessen wird das Fenster entweder
- nach vorne geholt bzw. nach hinten gestellt. Praktisch ist dies,
- wenn ein Fenster nur teilweise sichtbar ist.
-
- Ist die CONTROL-Taste gedrückt, während man die rechte Maustaste
- losläßt, dann wird die anstehende Aktion ignoriert (z.B. wenn man
- das Verschieben eines Fensters eingeleitet hat und es dann doch
- lieber an der alten Position hätte).
-
- Im folgenden sind die Änderungen, die WINX am GEM vornimmt, im
- einzelnen beschrieben, dabei steht '*' für 'neu in dieser Version'
- und '[G..]' bzw. '[L..]' für 'diese Änderung kann abgeschaltet
- werden' (-> KONFIGURATION). Leider ist dieser Teil teilweise sehr
- technisch. Trotzdem sollte man ihn sich mindestens einmal durch-
- lesen, da einem sonst einige Möglichkeiten verborgen bleiben.
-
- GEM-SCRENMGR:
- (Teil des GEM, der Klicks auf den Fensterrahmen verarbeitet)
- - [L1] Bedienung von Kontrollelementen an hinteren Fenstern
- * [G10] BackDrop-Erweiterung: Beim Klick auf die Titelzeile des
- vordersten Fensters wird es nach hinten gestellt (deaktiviert),
- falls die Applikation, der das Fenster gehört, diese neue
- Fähigkeit bereits unterstützt bzw. nur ein Fenster offen hat.
- * [G9] Hält man die CONTROL-Taste beim Klick auf ein Kontroll-
- elemente gedrückt, wird dessen Bedeutung aufgehoben. Stattdessen
- werden hintere Fenster aktiviert bzw. das vordere nach hinten
- gestellt (falls BackDrop eingeschaltet ist)
- * Repeatfunktion für Scrollpfeile unter TOS 1.00
- * Probleme mit WM_ARROWED-Nachrichten beseitigt (ARROWFIX-Patches)
- TOS >= 1.04: Doppelnachricht
- TOS 2.06/3.06: Doppelnachricht, verzögerte Nachricht, Überlänge
- TOS 4.01-4.04: Doppelnachricht, verzögerte Nachricht, Überlänge
- ARROWFIX.GER aus dem ARROWFIX-Paket erläutert Einzelheiten.
- - Optische Rückmeldung bei der Bedienung von Kontrollelementen
- [G4] Selektion der Scrollpfeile
- [G5] Selektion der Scrollbalken
- [G6] Selektion des Bewegungselements
- [G7] Selektion des Größenelements
- * [G2] Rechtsklick auf Fensterrahmen an SCRENMGR (sonst an
- Applikation)
- * [G3] Einfacher Linksklick aktiviert Echtzeitfunktionen (sonst
- Rechtsklick, falls [G2] eingeschaltet ist, sonst Doppelklick)
- * [L11] Fenster auch links aus Bildschirm schiebbar (sonst nur
- rechts)
-
- GEM-DESKTOP
- - Bearbeitung hinterer Desktopfenster (Schließen, Scrollen, ...)
- * BackDrop Integration
- * Aktivieren und Deaktivieren von Fenstern deselektiert im
- 2.x/3.x Desktop nicht mehr die Dateien
- - Das TOS 2.x/3.x Desktop bietet jetzt 8 statt 7 Fenstern, das
- von TOS 1.x wie bisher 4.
- * Beim Scrollen in hinteren Fenster wird jetzt versucht soviel
- wie möglich zu kopieren und nur noch den Rest neu auszugeben.
- * Einfache Implementierung der Reaktion auf die erweiterten
- WM_ARROWED-Nachrichten zum Scrollen.
-
- Fensterverwaltung:
- - [G1] Verwaltung von bis zu 40 Fenstern (statt bisher 8)
- - [L1] Kontrollelemente am Fensterrahmen hinterer Fenster
- - [L2] Minimierung der Anzahl der Elemente eines Fensterrahmens
- (bisher hatte ein Fensterrahmen mit einem Größenelement immer
- sowohl einen horizontalen als auch einen vertikalen Balken)
- - [G8] Breiterer Rahmen für die Sliderelemente auf dem Fensterrahmen
- (sehr umstrittene Option :-)
- * Fensterfarben für TOS 1.x mit WINCOLOR.CPX. Dieses CPX ist aber
- auch für TOS 2.x/3.x dem Original WCOLORS.CPX vorzuziehen (nach
- der unmaßgeblichen Meinung des Autors).
- * Verbessertes Redraw von Fenstern (Neuausgabe von Rahmen und Inhalt)
- * Aktivieren (und Deaktivieren) verändert nicht mehr das
- WF_PREVXYWH-Rechteck eines Fensters. In diesem Rechteck wird
- bei einer Veränderung des Fensters die letzte Position bzw.
- Größe gespeichert.
- * [L3] Aktivieren und Öffnen eines Fenster versenden WM_UNTOPPED,
- Deaktivieren und Schließen eine WM_ONTOP-Nachricht.
- * Es wird nur noch ein Objektbaum zur Darstellung des Hintergrunds
- benutzt
- * wind_set-Modifikationen (optimierte WF_SLIDE Routine; WF_BOTTOM;
- WF_BEVENT)
- * wind_get-Modifikationen (WF_NEWDESK; WF_BEVENT; WF_BOTTOM;
- WF_OWNER; WF_TOP; WF_COLOR; WF_DCOLOR)
- - Anpassung von wind_calc an den veränderten Rahmenaufbau
- * Komplett neues Modul zur Berechnung der Rechtecklisten.
- Optimiert die Berechnungszeit und die Anzahl der Rechtecke.
- * [L4] Optimiertes Redraw beim Aktivieren eines Fensters:
- Beim Aktivieren bzw. Schließen eines Fensters werden möglichst
- nur noch die vorher verdeckten Teile des neuen obersten Fensters
- ausgegeben. Leider führt dies in einigen Programmen zu unvoll-
- ständigen Ausgaben.
- * [L5] Optimiertes Redraw beim Verschieben eines Fensters:
- Ist diese Schalter eingeschaltet werden alle sichtbaren Teilen
- des Fensters kopiert und nur für den Rest Redraw-Nachrichten
- versandt (eventuell müssen die Nachrichten jedoch Verschmolzen
- werden, dadurch werden auch kopierte Bereiche neu ausgegeben)
- * [L6] Optimiertes Redraw beim Vergrößern eines Fensters:
- Es werden nur noch Redraws für die vorher unsichtbaren Bereiche
- des Fensters versandt
- * [L7] Optimiertes Verschmelzen von Redraw-Nachrichten:
- Die bisherigen TOS-Versionen speicherten max. eine Redraw-
- Nachricht pro Fenster im Nachrichtenpuffer der Applikation.
- Mußte ein zweite gespeichert werden, wurde das Redraw-Rechteck
- der ersten durch das umfassende Rechteck beider Nachrichten
- ersetzt. MultiTOS 1.0 verschmilzt hingegen Redraw-Nachrichten
- nicht mehr. Beide Lösungen haben Nachteile. Unter WINX ist
- ein Kompromiß möglich. Redraws werden nur noch verschmolzen,
- wenn die Gesamtfläche des umfassenden Rechtecks nicht größer
- als 25% der Summe der Einzelflächen ist. Maximal können zwei
- Redraws pro Fenster im Nachrichtenpuffer sein.
- (nur für TOS Versionen > 1.x)
- * [L9] Die Scrollpfeile eines Fensters können getrennt oder
- zusammengefaßt in der rechten unteren Ecke des Fensterrahmens
- dargestellt werden
- * Es ist jetzt möglich die wind_update()-Kontrolle nur noch zu
- übernehmen, falls kein anderes Programm die Kontrolle besitzt.
- Außerdem wird wind_update() auf Unterlauf geprüft.
- * [G11] Fensterrahmen im 3D-Look (ab GEM 3.31)
- * [L10] Scrollboxen als Ergänzung der Scrollpfeile
- * [L12] Fehlerhafte Fensterposition und -groesse korrigieren
- - Anpassung der anderen Routinen an die größeren Fensterstrukturen
-
- Sonstiges:
- - Vergrößerung des Nachrichtenpuffers einer Applikation von
- 8 auf 40 Standard-Nachrichten (damit können Verklemmungen
- des GEM vermieden werden)
- - Die Mausklickwartezeit wurde fest auf Doppelklick eingestellt.
- In den bisherigen GEM-Versionen ist die Zeitspanne zwischen dem
- Mausklick des Anwenders und der Verarbeitung durch den SCRENMGR
- nicht einheitlich. Konkret hängt die Zeitspanne davon ab, ob
- mindestens eine Applikation bzw. ein Accessory auf einen Doppel-
- klick wartet oder nicht. Die Einstellung auf Doppelklick ist
- notwendig, da sonst, beim Klick auf das Titelelement eines
- hinteren Fensters, nicht immer zwischen Verschieben und
- Aktivieren unterschieden werden kann.
- * Bei der Benutzung des Timers meldet evnt_multi() kein Mausknopf-
- bzw. Rechteckereignis mehr, solange ein anderes Programm oder der
- SCRENMGR die Mauskontrolle hat (dies konnte z.B. passieren,
- während man ein Fenster verschob).
- * Unterstützung des WF_BEVENT Flags bei der Zuordnung der Button-
- ereignisse an die Applikationen
- * TOS 1.x: Die dynamisch angeforderten Strukturen zur Verwaltung
- von Accessories werden jetzt (wie in den neueren TOS Versionen)
- explizit gelöscht. Damit wird verhindert, daß es zu Problemen
- mit AUTO-Ordner Programmen kommt, die den selben Speicher vorher
- bereits einmal belegt hatten.
- * [G12] Der Musterbezugspunkt von GEM-Objekten wurde auf die
- linke obere Ecke des Objekts gesetzt.
- * Der Name der aktiven Applikation wird jetzt auch in TOS 1.00
- und 1.02 vor jedem Aufruf des integrierten Desktops zurückgesetzt.
- * [L8] Schaltet man diesen Schalter an, meldet WINX Aufrufe von
- Fensterfunktion mit fehlerhaften Parametern über ein Alert.
- Diese Option ist vorallem für Entwickler gedacht.
- * [G13] Beim Starten eines Programms B aus dem laufenden Programm
- A wird der Name, den GEM der aktiven Applikation zuordnet, auf
- B gesetzt. Terminiert B wird der Name auf A zurückgesetzt.
- Damit arbeitet appl_find() jetzt auch im obigen Fall korrekt.
- (bisher wurde A statt B gefunden).
- * wind_new ordnet Mausklicks jetzt der Hauptapplikation zu
- (statt dem SCRENMGR) (TOS >= 2.x/3.x). Damit wird verhindert,
- daß nach Beendigung eines Programms der erste Klick auf ein
- Objekt des Desktops verloren geht.
- * In den Code von wind_new() wurde ein wind_update( BEG_UPDATE)
- eingefügt. wind_new() wird vom Desktop benutzt um nach der
- Beendigung von Programmen den Bildschirm aufzuräumen. Durch das
- Einfügen von wind_update() sind ACCs jetzt besser davor ge-
- schützt, daß der Aufräumvorgang zu einem ungünstigen Zeitpunkt
- stattfindet.
- * Ein Fehler des Taskumschalters von GEM 3.xx wurde gefixt, damit
- sollte jetzt, während das Alert des CEH (Critical Error Handler)
- sichtbar ist, kein Taskwechsel mehr stattfinden.
- * appl_getinfo()
-
- INSTALLATION
- Um all diese Änderungen vornehmen zu können, muß WINX tief in den
- Programmcode des GEM eingreifen. Der Eingriff kann auf dreierlei
- Weise erfolgen:
-
- a) Patchen einer Kopie des GEM im RAM
- Man installiert beim Booten des Rechners eine Kopie des GEM
- im RAM, die dann vor dem Start des GEM durch WINX modifiziert
- wird. Dies ist mit einem der folgenden Programme möglich:
-
- ROMRAM TOS Beschleuniger für TTs;
- Mailbox Maus HH2 (Freeware);
- Alexander Herzlinger; >256 KB; PTOS
- VRAM030 Virtuelle Speicherverwaltung für TT und FALCON030;
- OverScan, D-12277 Berlin;
- Alexander Herzlinger; >256 KB; VRAM
- ROMSPEED TOS Beschleuniger für TTs (Bestandteil von OUTSIDE
- einer virtuelle Speicherverwaltung für TTs);
- MAXON Verlag; D-65734 Eschborn;
- Uwe Seimet; >256 KB; USRS
- GEMRAM GEM im RAM installieren (ST,TT,FALCON);
- Mailbox Maus MTK (Freeware);
- Martin Osieka; 80-200 KB; MOGR
- (Beschreibung; Bezugsquelle; Autor; Speicherbedarf; Cookie)
-
- WINX gehört in diesem Fall nach diesen Programmen in den
- Ordner \AUTO auf dem Bootlaufwerk und wird somit beim Booten
- automatisch gestartet.
- Die Programme werden nur erkannt, wenn sie das entsprechende
- Cookie im Cookiejar eingetragen haben.
-
- b) Patchen einer TOS-Datei
- Man benutzt WINX um sich eine modifizierte Kopie des TOS zu
- erstellen, die anschließend auf Eproms gebrannt und in den
- Rechner eingesetzt wird. Hierzu ruft man WINX vom Desktop
- auf und erhält dann die Möglichkeit, das TOS aus den ROMs
- oder einer bereits bestehenden TOS-Datei zu laden. Nachdem
- WINX das TOS modifiziert hat, kann es abgespeichert werden.
-
- c) Patchen einzelner GEM-Routinen
- Auf Rechnern mit Original-TOS 1.00, 1.02 bzw. 1.04 kann man
- WINX ohne RAM-Kopie des GEM benutzen. Auch in diesem Fall
- gehört WINX in den AUTO-Ordner. Beim Start des GEM werden
- dann nur die von WINX modifizierten Routinen ins RAM kopiert.
- Diese Methode ist bei späteren TOS-Versionen nicht möglich.
- Die kopierten GEM-Routinen belegen ca. 16 KByte.
-
- Auf Rechnern mit Original-TOS 1.00, 1.02 bzw. 1.04 kann man
- WINX ohne RAM-Kopie des GEM benutzen. Auch in diesem Fall
- gehört WINX in den AUTO-Ordner. Beim Start von WINX werden
- dann nur die Funktionen des GEM ins RAM kopiert, die von WINX
- modifiziert werden. Diese Methode ist in den neueren TOS-
- Versionen nicht anwendbar. Die kopierten GEM-Routinen belegen
- ca. 16 KByte.
-
- Zusätzlich zum Speicher für eine Kopie des GEM bzw. der kopierten
- GEM-Funktionen fordert WINX beim Start des GEM weiteren Speicher
- für die Fensterstrukturen an (ca. 24 KByte).
-
- WINX wurde an die folgenden offiziellen GEM Versionen angepasst:
-
- GEM(AES) TOS
- 1.20 GER 1.00/1.02
- 1.40 GER 1.04/1.06/1.62
- 3.00 GER 3.01
- 3.10 GER/UK 2.05/3.05
- 3.20 GER/UK 2.06/3.06
- 3.31 4.01
- 3.40 4.02-4.04
-
- WINX identifiziert das GEM über die Länge des GEM-TEXT-Segments.
- GEM Versionen anderer Länder werden bei identischer Länge akzeptiert.
-
- KONFIGURATION
- Die Änderungen, die WINX am GEM vornimmt, können weitgehend über
- 'Schalter' ein- bzw. ausgeschaltet werden. Die Einstellung der
- Schalter erfolgt momentan über die Konfigurationsdatei WINX.INF,
- die sich im AUTO-Ordner befinden muß. Es handelt sich um eine
- Textdatei, die mit einem Editor verändert werden kann.
-
- Ab der WINX-Version 2.1 wird zwischen globalen und lokalen
- Schaltern unterschieden, wobei die globalen Schalter für alle
- Applikationen gelten und die lokalen für jede Applikation
- individuell eingestellt werden können. Alles weitere kann man
- WINX.INF entnehmen.
-
- In Zukunft soll WINX.INF über WINX.CPX manipuliert werden können.
- Momentan fehlt noch der zündende Funke, wie man das für den
- Anwender am praktikabelsten aufzieht.
-
- Die Wiederholraten von Schließelement, Maximalgröße-Element
- und Scrollpfeilen können über WINX.CPX eingestellt werden.
-
- Benutzt man WINX-modifizierte ROMs, dann braucht man WINXCOOK.PRG
- im Autoordner um Programme individuell konfigurieren zu können.
- WINXCOOK lädt beim Start die Konfigurationsdatei WINX.INF, trägt
- den WINX-Cookie in den Cookie Jar ein und stellt über diesen eine
- Zugriffsfunktion auf die Konfigurationswerte bereit. Verzichtet
- man auf WINXCOOK, dann benutzt WINX Defaultwerte.
-
- TERMINATE AND KEEP RESIDENT
- WINX ist ein TKR-Programm und besteht aus einem TKR-Lader in den
- das TKR-Modul 'WINX.TKR' eingefügt ist. Das TKR-Konzept sieht
- vor, daß Programme (TKR-Module), die residenten Speicher benötigen,
- diesen von einem anderen Programm (dem TKR-Lader) bereitgestellt
- bekommen. Dadurch kann sich das TKR-Modul auf seine eigentliche
- Aufgabe konzentrieren und belegt nur minimal Speicher. Der hier
- benutzte TKR-Lader kann beliebig viele TKR-Module und andere
- Programme enthalten. Ist beim Start des TKR-Laders eine SHIFT-
- Taste gedrückt, wird für jedes TKR-Modul nachgefragt, ob es
- gestartet werden soll. Der TKR-Lader gibt bei Programmende die
- Gesamtgröße des resident gehaltenen Speichers aus.
-
- BEKANNTE PROBLEME
- - Einige ältere Programme verwenden die Fensterkennung zur
- Indizierung eigener Tabellen, dies führt in der Regel bei
- vielen offenen Fenstern zum Absturz.
- - Einige Programme beschränken ohne zwingenden Grund die Anzahl
- ihrer Fenster (z.B. das Original-Desktop).
- - WINX Versionen vor 2.0 stürzten ab, wenn Programme die fehler-
- hafte Fensterkennung -1 (NOWINDOW) benutzten. Dies wird jetzt
- abgefangen.
- - TOS14FIX darf nur nach WINX aufgerufen werden.
- - TEMPLMON Versionen < 2.0 müssen vor WINX aufgerufen werden.
- - Viele Programme kommen mit der Bearbeitung von hinteren Fenstern
- nicht zurecht, vorallem das Scrollen in teilweise verdeckten
- Fenstern bereitet Probleme.
- - MultiGEM erlaubt nur 10 Fenster pro Applikation.
- - WINX 2.1 wird erst ab MultiGEM 2.00 (Copyrightjahr 1993!)
- unterstützt (zum Update siehe Hinweise im MultiGEM Handbuch)
- - Da MultiGEM in der obigen Version noch die Fensterkennungen
- auf eigene Werte abbildet, liefern einige neue wind_get()-
- Modi falsche Kennungen:
- WF_OWNER, WF_BOTTOM, WF_TOP (für owner und belowwin)
- - BackDrop funktioniert nur vollständig, wenn es von Programmen
- unterstützt wird
- - Einige Graphikkarten (bzw. deren VDI-Treiber) haben offenbar
- Probleme mit userdefined patterns. In diesem Fall sollte man
- den Musterbezugspunktschalter auf 0/0 setzen und den Hersteller
- der Karte bzw. des VDI-Treibers informieren.
- - Ist der Musterbezugspunkschalter ausgeschaltet, werden Objekte
- des Fensterrahmens immer komplett ausgegeben. Außerdem kann es
- dadurch für verschiedene Programme notwendig werden die Redraw-
- optimierungen auszuschalten (z.B. für XCONTROL).
- - Hat ein Programm sehr viele Fenster geöffnet (>20) kann es unter
- Umständen zu Problemen kommen, wenn die Optimierung der Ver-
- schmelzung der Redraw-Nachrichten eingeschaltet ist [L7] und
- der Bildschirm komplett neu ausgegeben wird.
- - Beim Beenden von Applikationen schließt GEM die Fenster von
- Accessories selbständig. In selten Fällen kann es vorkommen,
- daß die Accessories nicht rechtzeitig vom GEM über diesen
- Vorgang informiert werden und sie auf das nicht mehr existente
- Fenster zugreifen. Ist jetzt die Fehlermeldungsanzeige von
- WINX eingeschaltet, wird der fehlerhafte Zugriff gemeldet.
- Dies ist ein konzeptionelles Problem des GEM.
- Abhilfe: Anzeige ausschalten.
- - Das Einstellen der Verzögerungswerte funktioniert erst ab TOS 1.04,
- da das GEM vorher keinen entsprechenden Zähler bereitstellt.
- - Die Fensterverwaltung des GEMs 3.40 initialisiert den Namen und
- die Infozeile des Fensters auf Defaultwerte. WINX tut dies nicht.
- - Durch die Veränderungen im SCRENMGR kann der Anwender Fenster jetzt
- über den sichtbaren Bereich hinaus vergrößern. Programme, die von
- einer maximale Fenstergröße ausgehen und diese nicht überprüfen,
- können daher Probleme bereiten.
-
- HINWEISE FÜR ENTWICKLER
- siehe Datei WINXPROG.GER
-
- VEKTOREN, COOKIES, ENVIRONMENT, ...
- Im Fall c) wird der LineF-Vektor verbogen (XBRA-Kennung AESF).
-
- WINX (bzw. WINXCOOK, das Zusatzprogramm für ein WINX modifiziertes
- ROM) erzeugt ab der Version 2.1 den Cookiejareintrag 'WINX'.
- Dieser Cookie enthält als Wert eine Zeiger auf einen Funktion
- über die bestimmte Eigenschaften der akt. WINX-Version erfragt
- werden können.
-
- Ist der WINX-Cookie installiert, wird beim Start des GEM der
- GEMDOS-Vektor verbogen (XBRA-Kennung WINX).
-
- GEMRAM bestimmt die Ausgabesprache zunächst aus den OSHEADER,
- dann über den _AKP-Cookie (falls er existiert). Beim Start aus
- dem Desktop wird zusätzlich die Environmentvariable "AE_LANG"
- ausgewertet. Falls als Sprache etwas anderes als Deutsch
- ermittelt wird, benutzt GEMRAM Englisch. Das Datumsformat wird
- aus dem _IDT-Cookie bestimmt, falls dieser nicht existiert über
- die Ausgabesprache.
-
- COPYRIGHT
- Autor: (\/) Martin Osieka
- Anschrift: Martin Osieka, Erbacherstr. 2,
- D-64283 Darmstadt, Bundesrepublik Deutschland
- Internet: Martin_Osieka@mtk.maus.de
-
- Schriftlichen Anfragen bitte immer einen frankierten und
- adressierten Rückumschlag beilegen.
-
- Das Programm WINX.PRG darf auf beliebige Art und Weise weiter-
- verbreitet werden, solange alle Dateien des Programmpakets
- beiliegen. Zum Paket gehören:
-
- WINX.PRG, WINX.CPX Patchprogramm und Konfigurationsmodul
- WINXCOOK.PRG Zusatzprogramm für WINX im ROM
- WINX.INF Datei mit Konfigurationsinformationen
- WINX.GER, WINXPROG.GER Dokumentation (deutsch)
- WINX.ENG, WINXPROG.ENG Dokumentation (englisch)
- WINX.UPL Upload-Beschreibung (deutsch)
-
- Die Benutzung des Programms erfolgt auf eigene Gefahr.
-
- SIEHE AUCH
- Dokumentation von GEMRAM, ARROWFIX und WINCOLOR
-